Fotolia 90893806 XSDie Anleger rieben sich verwundert die Augen, als sie im Sommer 2014 erfuhren, dass gegen die Mox Telecom AG wegen Betrugs und Falschinformation ermittelt werde. War doch zuvor scheinbar alles bestens. Die Presse zeigte sich ebenfalls überrascht. Doch es gab auch Experten, die das Unheil kommen sahen. Für Anleger gilt es jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich professionelle Hilfe zu holen. Die Informations- und Interessengemeinschaft für Kapitalanleger (kurz: iipk) vertritt Anleger, die sich betrogen fühlen. Und das sind nicht wenige.

Aus steigenden Umsätzen wird ein Desaster

Am 9. Mai 2014 war die Welt noch in Ordnung. Die Mox Telecom AG verkündete die Zahlen des Vorjahres. Für Anleger ein guter Grund, sich entspannt zurückzulehnen, sich ein köstliches Getränk zu gönnen und über die Geldregen der Zukunft nachzudenken. Doch die Freude dauerte nur kurz, einige Wochen später verkehrte sich alles ins Gegenteil.
Was folgte, hätte bizarrer kaum sein können. Aus einem scheinbar kerngesunden Unternehmen mit hervorragenden Renditeaussichten für die Anleger wurde innerhalb eines Monats eine AG der Zahlungsunfähigkeit. Doch es sollte noch „dicker“ kommen.

Fotolia 86861641 XS rangizzzWenn ein Unternehmen Insolvenz anmeldet, dann muss das nicht zwingend bedeuten, dass die Firmenpolitik desaströs gewesen ist. Es besteht immer die Möglichkeit, dass Faktoren zu diesem Schritt geführt haben, an denen das Unternehmen keine oder nur einen Teil der Schuld trägt. Man tut daher gut daran, eine Insolvenz nicht pauschal einer Schuldfrage zuzuordnen. Im Fall der Lignum-Gruppe gestaltet sich die Sache aber etwas anders. Und je mehr man darüber liest, desto verworrener wird die Angelegenheit. Die Informations- und Interessengemeinschaft privater Kapitalanleger (iipk) verfolgt den Konflikt schon eine ganze Weile. Dabei setzen wir uns für die Anleger ein, die durch die Lignum-Gruppe Geld verloren haben. Die Hintergründe des Verfahrens zu kennen bedeutet es besser in seiner Komplexität beurteilen zu können.

Fotolia 60979325 XSDie GSI Fonds GmbH & CO. KG war selbstbewusst, als sie im Jahr 2008 die Triebwerkfonds 2 bis 4 auflegte. In der Vorabinformation des Triebwerkfonds 4 hieß es damals, die Luftfahrt befinde sich im Steigflug. Im Prospekt des Fonds 3 bemühte man sogar Aristoteles mit seinem Satz: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Von einem „Mehr“ kann jedoch längst schon keine Rede mehr sein. Statt sich mit weniger abzufinden, empfehlen wir Ihnen, in die Offensive zu gehen. Wir unterstützen Sie dabei mit all unserer Erfahrung.

Fotolia 87091643 Urheber by studioBegibt man sich auf die Website der Lignum Sachwert Edelholz AG, ist alles vornehmlich in der Farbe Grün gehalten. Die Seite setzt auf Nachhaltigkeit. Und Unabhängigkeit. Erreicht wird das mit Edelhölzern, so der Eingangstext. Etwas weiter darunter ist ein Interview mit dem Lignum-Gründer Dr. Andreas Nobis zu finden. Gleich die erste Antwort, die Nobis parat hat, mag gut gemeint gewesen sein, für Anleger allerdings dürfte er wie ein Schlag ins Gesicht wirken. Damit dieser Schlag Sie nicht aus der Bahn wirft, raten wir Ihnen, gemeinsam mit den Mitgliedern der iipk für Ihr Recht zu kämpfen. Die Chancen stehen gut.

Befragt nach der ethischen Ausrichtung der Lignum Sachwert Edelholz AG, gibt Nobis folgende Antwort: „Wirtschaftlicher Gewinn ist nicht der höchste Zweck, ist nicht Ziel, sondern lediglich Mittel.“

Fotolia 66899646 XS13.05.2016 - Diese vier Namen sollten Sie sich merken, wenn Sie sie nicht sowieso schon aus leidlicher eigener Erfahrung kennen: MS „PETER SCHULTE“,  MS „FRANZ SCHULTE“,  MS „PAUL SCHULTE“ und MS „RUTH SCHULTE". Sie gehören zum BS Invest Chemikalientanker Flottenfonds, kurz: CTFF. Und sie wurden im Jahr 2006, als der Fonds aufgelegt wurde, gefeiert wie Retter. Nicht für für Anleger, sondern auch gleich noch für die Sicherheit auf den weltweiten Seewegen. Gerettet werden muss aber inzwischen vornehmlich das Kapital, das Anleger in den Fonds investiert haben.

Sollten Sie von Verlusten betroffen sein, kommen Sie zu uns. Wir sehen uns den Fall einmal genauer an. Und zu sehen gibt es mehr als genug.

Fotolia 67048461 XS13.05.2016 - Als der Immobilienfonds „EuroSelect 11“ der IVG EuroSelect Elf GmbH & Co. KG am 6. März 2006 voll platziert wurde, schien die Welt noch in Ordnung. Immerhin ging es um ein Investment in die erst 2002 neu errichtete Immobilie „20 Moorgate“. Hauptmieter war die J.P. Morgan Cazenove Ltd., der Mietvertrag war auf das Jahr 2027 mit einem Sonderkündigungsrecht im Jahr 2019 ausgelegt. Daher fanden sich genügend Anleger, die in den geschlossen Immobilienfonds investieren wollten. Und die heute mit massiven Verlusten leben müssen. Wenn Sie einer dieser Anleger sind, nehmen Sie am besten gleich Kontakt zu uns auf. Wir helfen Ihnen aus dieser Situation heraus.

Was scheinbar wunderbar begann, entpuppte sich als deutlich risikobehafteter als gedacht. Die ersten Anleger stutzten bereits, als es im Geschäftsbericht 2011 hieß, die J.P. Morgan Cazenove Ltd. wolle das Mietverhältnis auf einen neuen Mieter überleiten.

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11.05.16 - Die MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG und die MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG sind anschauliche Beispiele dafür, wie sich die blumigen Worte eines Prospekts von der rauen Wirklichkeit unterscheiden können. Rund 1.500 Anleger des Leasingsfonds der MLR können sich nicht über üppige Renditen freuen, sondern fahren Verluste ein. Doch ausweglos ist die Situation nicht.

Die gute Nachricht zuerst: Am 29. Dezember 2015 hat das Landgericht Nürnberg den Prospektverantwortlichen der MLR mbH & Co. KG und den Treuhänder zu Schadensersatz verurteilt. Ein Anleger, der sich durch die MLR Beteiligungsgesellschaft betrogen gefühlt hatte, war vor Gericht gezogen. Er bekam recht. Und das ist nicht das einzige Urteil mit ähnlichem Ausgang.  
Doch der Reihe nach.

Paper Boat Map Help Refugees © Anton Chalakov22.04.2016 - DS-Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG: Sämtliche Ansprüche aus Schadensersatz gegen den DS Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG werden in Kürze absolut verjähren. Die Platzierung des Fonds erfolgte im Jahr 2006. Das bedeutet für jeden Zeichner, dass er ausgehend vom Zeichnungsdatum innerhalb von 10 Jahren - und zwar taggenau - die Entscheidung getroffen haben muss, ob er noch rechlichte Schritte in dieser Sache unternehmen will.

Eckdaten zum Fonds

Der DS-Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG wurde am 15.01.2005 in das Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund eingetragen und im Laufe des Jahres 2006 platziert. Das geplante Kommanditkapital in der Höhe von EUR 39,8 Mio. wurde im Rahmen der Platzierung erreicht. Das Gesamtvolumen des Fonds belief sich auf EUR 107,3 Mio. und wurde über das Kommanditkapital hinaus, fremdfinanziert.

Car accident on the street. © Fxquadro20.04.2016 - MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG: Erneut hat ein Landgericht diversen Anlegern gegen die Prospektverantwortlichen als auch gegen die Treuhänder der MLR und MLR 2. Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG vollständigen Schadensersatz zugesprochen. Damit wird unsere insgesamt positive Einschätzung der Erfolgsaussichten, mit einem "blauen Auge" aus diesem Fonds rauszukommen, wieder mal unterstrichen.

Bei beiden (MLR und MLR 2.) in Liquidation befindlichen Fonds handelte es sich um Leasinggesellschaften, deren Gesellschaftszweck auf Kapitalbeschaffung für den Erwerb, Vermietung, Verwaltung sowie die Verwertung von Immobilien als auch von mobilen Wirtschaftsgütern im Wege des Leasings gerichtet war. Die Liquidation wurde eingeleitet nachdem sich bereits 2011 herausstellte, dass die prognostizierten Gewinne nicht erzielt werden können. In diesem Zusammenhang ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft bekanntermaßen bereits seit längerem gegen verschiedene Prospektverantwortliche wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs.

Blechflugzeug 05 © Björn Wylezich14.04.2016 - GSI Triebwerke Vier GmbH & Co. KG: Böse Nachrichten für die Gesellschafter des GSI Triebwerke Vier GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft hat beschlossen in Liquidation zu gehen und gesteht damit ein, dass das Modell gescheitert ist. Was von vielen bereits bei der Auflage des Fonds befürchtet worden ist, wurde damit jetzt zur bitteren Wahrheit. Die Gesellschafter werden sich mit erheblichen Verlusten abfinden müssen und es ist fraglich, ob aus der Gesellschaft noch nennenswerte Auszahlungen erfolgen können.

Angeblich sollen durch die Gesellschaft selbst Quoten von 50 % und mehr genannt worden sein, die nach Abschluss der Liquidationsphase zur Auszahlung gelangen könnten. Unserer Erfahrung nach sind dies oft Wunschzahlen, die mit der Realität nicht übereinstimmen. Wer sich die letzten Kurse auf dem Zweitmarkt anschaut, kommt mit Sicherheit zu ganz anderen Ergebnissen. Im Jahr 2015 wurden Anteile des Fonds mit knapp 10 % gehandelt!

Fotolia - (c) tchara21.02.2016 - German Pellets GmbH: Am 10.02.2016 stellte die German Pellets GmbH einen Insolvenzantrag. Wie es mit der Gesellschaft weitergehen soll, ist noch nicht geklärt. Der Insolvenzantrag kommt nicht ganz überraschend. Wurden doch in den letzten Tagen die geschätzten 5.000 Anleihegläubiger der am 1.4.2016 fälligen Anleihe bereits darüber informiert, dass der Zahlungstermin wohl nicht eingehalten werden kann.

Über 50 Millionen Euro hätten am 1.4.16 an die Anleihegläubiger ausgezahlt werden müssen. Davon können sich die Gläubiger bis auf weiteres verabschieden. Der Kurs der Anleihe rauschte in den Keller und notiert derzeit noch bei einem Wert von rund 2 %. Das entspricht dann so ziemlich einem Totalverlust. 

Fotolia alphaspirit21.02.2016 - Mox Telecom AG: Immer seltener verlassen sich Anleger auf die Broschüren oder sonstigen Informationsunterlagen vermeintlich interessanter Kapitalanlagen. Immer öfter werben Unternehmen mit Bewertungen (Ratings) vermeintlich unabhängiger Ratingagenturen. Ein Ladenhüter verkauft sich auf einmal wie geschnitten Brot, wenn nur die richtige Ratingagentur ein gutes Rating abgibt. Auch im Fall der Anleihen an der Mox Telecom AG vergab die Creditreform Rating am 16.09.2013 ein "BBB" - was weit entfernt ist von Junk! Nach dem Scheitern der Mox Telecom stellt sich für viele Geschädigte jedoch die Frage, ob hier alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann?

Auf der Risikoskala der Creditreform-Rating-Agentur kommt ein BBB Rating der Schulnote "Gut" gleich. In Anbetracht des faktischen Totalverlustes, dem die Anleihegläubiger entgegensehen fragen sich viele Anleger zu Recht, wie es zu dieser Note kommen konnte?

Professor Erbsengehirn20.02.2016 - Binäre Optionen: Dieser Begriff verdeutlicht auf den ersten Blick eindeutig die zwei möglichen Zustände, nämlich hopp oder top (Null oder Eins). Eigentlich klingt das fair. Tatsächlich gibt es nicht wenige Anleger, die dem Irrglauben unterliegen, dass die Chancen denen eines Münzwurfes entsprechen. Das ist m.E. auch der Grund, warum einige Anbieter am Markt diese irreführende Bezeichnung gerne benutzen.

Faire Chance Fehlanzeige

Der unbedarfte Anleger geht m.E. von einer fairen Chance aus. Das mag daran liegen, dass der Begriff keinen Rückschluss darauf zulässt, mit welcher Wahrscheinlichkeit denn jetzt die 0 oder die 1 kommt - die einzig möglichen Zustände in einem binären System. Eine Option kann m.E. nur dann binär sein, wenn die Wahrscheinlichkeit für beide Zustände bei 50 % liegt.

Fotolia c K.C.31.01.2016 - Mox Telecom AG: Verschwundene Unterlagen, falsche Angaben zum operativen Geschäft, schleppende Darlehensverhandlungen. Die Probleme, die seit der Insolvenz ans Licht kamen, sind mannigfaltig. Als Genussrechtsinhaber nützt es nichts, auf einen eventuellen positiven Ausgang des Insolvenzverfahrens zu hoffen, man muss schon etwas mehr tun.

Ähnlich wie bei der Aufina Holding AG (Erfolgreiche Klage gegen Aufsichtsrat) könnte es Erfolg versprechend sein, die Organe, also nicht nur den Vorstand, sondern auch den Aufsichtsrat in die persönliche Haftung zu nehmen.

Nach unseren Informationen ist die Frage der D&O Versicherung (Vermögensschadenshaftpflicht der Organe einer Gesellschaft) auch noch nicht abschließend geklärt. Das heißt, man muss ein Verfahren nicht von den wirtschaftlichen Verhältnissen der Organe abhängig machen. Wird ein entsprechendes Verfahren gewonnen, steht auf der Schuldner-Seite eine potente Versicherung.

Fotolia - (c) Paulista28.01.2016 - Captura GmbH: Anleger die in Nachrangdarlehen der Captura GmbH investiert haben wurden aktuell, nach bereits (zu Recht) eingetretener, starker Verunsicherung mit der bitteren Tatsache konfrontiert, dass das Unternehmen Insolvenz angemeldet hat.

Nach unserer Erfahrung und in Ansehung der vielen, von uns recherchierten Fälle bei gescheiterten Investitionen in riskante Anlageprodukte besteht bei Insolvenzfällen im Bereich des so genannten Grauen Kapitalmarktes

für Anleger regelmäßig wenig Hoffnung auf eine auch nur annähernd befriedigende Quote oder Auszahlungen im Rahmen der Insolvenzabwicklung.

Schließlich haben die Anleger ja auch in ein Nachrangdarlehen investiert, welches bereits per se eine schlechte Position im Zuge einer Insolvenz beinhaltet.

Fotolia 66858876 XS25.01.2016 - Equity Pictures Medienfonds GmbH & Co. KG III: Viele Anleger sind mit uns in Kontakt getreten, weil sie nicht nachvollziehen können, wie ihnen der Fonds im Zuge ihres Anteilserwerbs vorgestellt wurde und wie sich die Fondsbeteiligung dann tatsächlich entwickelt hat. In den mündlichen Beratungsgesprächen wurde die Beteiligung leider häufig als "gute und grundsätzlich auch recht sichere" Anlage und als "Steuersparmodell" vorgestellt.

Der Fondsprospekt, der nach Auskunft von uns befragter, spezialisierter Anwaltskanzleien wohl die wichtigsten Risiken zutreffend darstellt, wurde oftmals leider nicht zur Grundlage des mündlichen Beratungsgespräches gemacht.

In einigen Fällen wurde er wohl gar nicht erst übergeben! Dagegen wurden aus zumindest jetziger Sicht vollkommen unrealistische Prognoserechnungen zur Grundlage der Beratung gemacht.

Fotolia - (c) Pierre Olivier22.01.2016 - NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "GABRIEL SCHULTE" KG: Geld zurück? Gute Nachrichten für den kleinen Teil der Gesellschafter, die den beschwerlichen Weg einer Klage auf sich genommen haben. Gleich mehrere Anwaltskanzleien konnten das Gericht davon überzeugen, dass die Berater relevante Angaben zum Fonds verschwiegen haben. Wie soll sich auch ein Anleger über die Motive seines Beraters im Klaren sein, wenn er die genaue Höhe der Vermittlungsprovsion nicht kennt?

Als Schiff der so genannten "Panamax-Klasse", gehört es eher zu den mittleren Container-Schiffen und weist deshalb ein ungüstiges Frachtverhältnis aus. Bei den Containerschiffen gilt die Gleichung, je größer, desto billiger! Durch die Vorgabe, auch den Panama-Kanal passieren zu können, dürfen die Schiffe jedoch bestimmte Abmessungen nicht überschreiten. Das geht dann zu Lasten der Lasten!

Fotolia - (c) hykoe22.01.2016 - EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG: Anthony Fekete, wo ist meine Knete? So oder so ähnlich werden sich derzeit viele der knapp 2.500 Anleger an den Vorstand wenden wollen, um den Verbleib ihres Geldes zu erfragen. Insgesamt hat die Gesellschaft um die 26 Millionen Euro, teils in Genussrechten, teils als partiarische Darlehen, eingesammelt. Ob davon auch nur ein Cent wieder an die Anleger zurückfließt, ist mehr als fraglich.

Bereits am 27.11.2015 wurde die Kanzlei BRL als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und ist erst mal für die weiteren Geschicke der Gesellschaft verantwortlich. Darüber werden auch bereits alle Anleger informiert worden sein. Wer hierzu noch keine Informationen erhalten haben sollte, kann auch über einen Rechtsanwalt oder über den Anlegerausschuss der iipk weitere Informationen erhalten.

Fotolia - (c) frank peters20.01.2016 - GSI Triebwerke Vier GmbH & Co. KG: Kurzlaufende Fonds, die in Realwerte investieren, kein Fremdgeld aufnehmen und ein scheinbar simples Produkt anbieten. Was will der gemeine Anleger mehr? Dass zum Zeitpunkt der Platzierung das Portfolio des Fonds veraltete Triebwerke vorhielt, wurde bereits 2011 vom KMI verbreitet. Der Fonds hatte sich einen Bestand an "Spritschluckern" zugelegt, als die neue Generation Turbinen schon bis zu 25 % weniger Kerosin brauchte. Es ist also scheinbar kein Wunder, dass der Fonds gescheitert ist.

Aber das ist womöglich nicht der einzige Stolperstein für den Erfolg des Fonds gewesen. Viele Anleger fragen sich zu recht, warum der Fonds ein Triebwerksfonds sein soll, obwohl man nur an einer Gesellschaft beteiligt ist, die angeblich an einer Gesellschaft beteiligt ist, die angeblich Triebwerke besitzt! Einen seriösen Sinn kann ich hinter diesem Konstrukt auf jeden Fall nicht erkennen. 

Fotolia - (c) Minerva Studio15.01.2016 - CFD (Contract for Difference / Differenzkontrakt): Mit CFD's zu beschummeln ist ganz einfach: Alleine bei den Währungen liegt der Tagesumsatz bei ungefähr 7.000 Milliarden USD (7 Billionen!) und es kommt binnen Bruchteilen von Sekunden zu kleinsten Kursveränderungen. Die heutige, von den meisten Finanzdienstleistern ihren Kunden angebotene, Software erlaubt es Aufträge zu "bremsen". Damit lassen sich Aufträge entweder rückwirkend oder später ausführen. Alles im Takt von ein paar Sekundenbruchteilen!

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen

Der Anleger kann die Ausführungsverzögerung in seiner Software nicht feststellen. In der Regel lässt sich mit deutschen Internet-Leitungen nur "gefühltes" Real-Time-Trading durchführen, da die Latenz (Antwortzeit) meist bei über 20 ms liegt. Tatsächlich sind die üblichen systembedingten Verzögerungen schon ausreichend, um jedem beliebigen Anleger bei jeder Order einen weiteren "Tick" Kosten unterzuschieben.

Fotolia - (c) Romolo Tavani13.01.2016 - Captura GmbH (München HRB 185908 ): Am 10.09.2015 hat die Geschäftsleitung der Captura GmbH Insolvenz beantragt. Das Geschäftsmodell kann damit als gescheitert angesehen werden. In Anbetracht der Branche stellt sich mal wieder die Frage, warum der Anleger immer der Dumme ist?

Deutschland soll wohnlicher werden. So stellt es der folgende Auszug aus der Internet-Seite der Captura GmbH dar: "Wir haben uns mit unseren Partnern darauf spezialisiert, deutschlandweit Wohnraum wohnlich zu gestalten. Daher besteht unser Geschäft in erster Linie in der Schaffung eines echten, reellen und spürbaren Mehrwerts."  - Viele Anleger werden sich darauf verlassen haben, dass die Gesellschaft von Immobilien-Profis geführt wird. Nach unseren Recherchen ist aber alleine das schon eine Fehlannahme gewesen.

Vorzeitige Kündigung von Darlehen: Aktuell liegen die Darlehenszinsen bei entsprechender Bonität bei unter einem Prozent. Wer wird da nicht nachdenklich und wünscht sich eine Umschuldung? Der "Widerrufsjoker", wie er gemeinhin genannt wird, hat sogar in einer aktuellen höchstrichterlichen Entscheidung gezogen. Aber die Bankenlobby ist nicht untätig. ...

Aus unseren Quellen haben wir erfahren, dass die Gesetzeslage bezüglich der "immerwährenden" Widerrufsmöglichkeit bald geändert werden soll.

Equity Pictures Medienfonds IV: Viele Gesellschafter agieren nach dem Motto, die Hoffnung stirbt als letztes und halten dem Fonds deswegen die Treue. Die absehbaren weiteren Nachschussforderungen billigend in Kauf nehmend, hoffen diese auf einen Sieg gegen das Finanzamt. Wer sich jedoch nur ein klein wenig mit der Bilanzierung von Herstellungskosten auskennt, könnte zu einem ganz anderen Schluss kommen!

LeaseTrend AG: Das Leasinggeschäft ist sehr schwierig, nicht lukrativ und bestimmt nicht für Privatanleger geeignet. In vielen Fällen gescheiterter Kapitalanlagen hätte eine einfache Frage vor sehr viel Verlust bewahren können: Wieso haben sich die Banken aus dem Leasinggeschäft zurückgezogen? Diese Erkenntnis kommt für die Anleger der LeaseTrend AG natürlich zu spät. Die Gesellschaft hat soviel Vermögen verloren, dass die Anleger von den mickrigen Ausschüttungen jetzt noch Rückzahlungen leisten sollen.